Die Weltkarte von 1529

Dem Aufdruck der Außenhülle liegt ein Pergament in der  Größe von 2045 x 850 mm zugrunde. Es wurde im März 2005 einmalig von der Vatikanischen Bibliothek zur Verfügung gestellt. Diese  Portolankarte  „enthält alles das, was von der Welt entdeckt ist bis heute, gezeichnet von  Diego Ribero, Kosmograph für seine Majestät (Karl V.) im Jahre cc 1529.

Tausende Informationen in Namen und Bildelementen können den wissbegierigen Betrachter lange vor diesem Globus fesseln. Die sensationelle Genauigkeit dieser Karte verblüfft: Die Abstände zwischen Äquator, den Wendekreisen und den Polkreisen entsprechen der modernen Kartografie, ebenso sind neben den Breitengrad-Einteilungen schon die Längengrad-Punkte am Äquator markiert.

Das Mercateum

Es gibt vieles hierin wiederzuentdecken: Fragmente von Küstenlinien, von deren Landmasse man noch keine Vorstellung hatte, tausende Tauschhandelsplätze, Marktorte, Einblicke in die fremde Tierwelt. Das Ribero‘sche Meisterwerk der Weltgeografie macht auch nachdenklich: Es erinnert an jene unzähligen Schicksale von Seeleuten, deren menschliche Einzelleistungen aufaddiert zur ersten wirklichkeitsgetreuen Gesamtansicht der neuzeitlichen Welt geführt haben.